
Castingshows sind zu einem Erfolgsgaranten des TV-Angebotes geworden. Bei jeder Ausstrahlung einer neuen Staffel von „DSDS“, „Germanys Next Top Model“ oder „Deutschland sucht das Supertalent“ sind die Shows das Thema auf Schulhöfen, in sozialen Netzwerken und wo immer Jugendliche und junge Erwachsene sich austauschen. „Unser Star für Oslo“ ist die bisher letzte in der Reihe der Castingshows und die, die durch den großen Erfolg der Gewinnerin vermutlich noch lange und nachhaltig die Wahrnehmung des Showformates vor allem bei Jugendlichen prägen wird.
Aber wie genau nehmen Jugendliche diese Fernsehshows war? Wie beurteilen sie deren Realitätsgehalt? Wie und in welcher Form findet hier eine Wertevermittlung statt? Welche Muster und Vorbilder beeindrucken sie und beeinflussen unter Umständen sogar ihre berufliche Orientierung? Wie können Pädagogen auf Berufswünsche wie Model oder Popstar sinnvoll reagieren? Geht es ausschließlich um berufliche Perspektiven oder sind auch andere Bereiche betroffen - wie beispielsweise die Selbstwahrnehmung oder das Sozialverhalten? Wie muss die medienpädagogische Praxis auf das Medienphänomen reagieren?
Diese Fragen thematisieren und diskutieren die Referent(inn)en der mekonet Fachtagung am 22. September 2010 in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr gemeinsam mit den Teilnehmer(inne)n. Am Vormittag der Fachtagung liefern drei Vorträge aktuelle Hintergrundinformationen zur Nutzung, zur marktwirtschaftlichen Konstruktion und zur soziologischen Bewertung von Castingshows. Nachmittags bietet ein „rotierendes Plenum“ zur (medien)pädagogischen Verarbeitung Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die mekonet Fachtagung „Castingshow als Vorbild?“ findet in Kooperation mit der
Hauptstelle RAA NRW statt.
09.30 Uhr Anmeldung
10.00 Uhr Begrüßung
10.15 Uhr Vortrag
Castingshows – Konstruktionsund Funktionsmechanismen als Produkt und Medienereignis: Claudia Töpper, HFF Potsdam, Tobias Köhler
HoR House of Research GmbH Berlin
11.00 Uhr Vortrag
Castingshows im Urteil ihrerNutzer(innen): Dr. Daniel Hajok, AKJM Berlin
11.45 Uhr Vortrag
„Denn sie wissen nicht, was sie tun…“: Prof. Dr. Jo Reichertz,
Universität Duisburg Essen
12.30 Uhr Nachfragerunde
13.00 Uhr Mittagspause (im Restaurant Caruso)
Besuch der Projektstände
14.00 Uhr Rotierendes Plenum
16.00 Uhr Aktive Kaffeepause
Ansätze für die (medien)pädagogische Praxis: Zusammenführung und Diskussion
17.00 Uhr Ende
Moderation
Der Kostenbeitrag für die Veranstaltung beträgt 25,- Euro. Darin enthalten sind Getränke und ein Mittagsimbiss. Ein
Anmeldeformular findet sich hier, der
Veranstaltungsflyer hier. Anmeldungen bitte bis zum 15. September
2010 an die Fax-Nr. 02365 940429 oder per Post an das Projektbüro mekonet schicken (c/o ecmc Europäisches Zentrum für Medienkompetenz GmbH, Bergstraße 8, 45770 Marl).
Veranstaltungsort
Stadthalle Mülheim
Theodor-Heuss-Platz 1
45479 Mülheim an der Ruhr
Die Stadthalle ist vom Hauptbahnhof Mülheim mit den Buslinien 122, 124, 131,132, 133, 135, 752 sowie den Straßenbahnlinien 102 und 901
zu erreichen (Haltestelle Schloss Broich).
Eine Wegbeschreibung finden Sie unter:
www.stadthalle-muelheim.de/cms/anfahrt.html
Weiterführende Informationen
09/1: Neue Wege finden: Medienarbeit mit schwer erreichbaren Zielgruppen
08/2: Neue Medien - neue Spiele: Computer- und Onlinespiele im Visier
08/1: Aufwachsen im Mediendschungel: Gerät die familiäre Medienerziehung an ihre Grenzen?
07/1: Alles, was Recht ist im Web 2.0 – Herausforderungen an die Medienkompetenz
06/2: Medienbildung braucht Marketing
05/2: Jugendliche und das Handy: Gefährdungen und Potenziale
05/1: Neue Medien, Migrant(inn)en und die digitale Integration
04/2: Qualitätsmanagement in der Medienkompetenzvermittlung
04/1: Angebotsperspektiven für die Medienkompetenzvermittlung
03/1: Medienkompetenz: Schlüsselqualifikation für den Arbeitsmarkt
02/3: Netzwerkpartner stellen sich vor – aus der virtuellen Welt in die Praxis