18.12.08 | Kunden von Bildungsangeboten messen den Erfolg einer Veranstaltung oft an der Erfüllung ihrer Erwartungen. Der Aufbau einer Kundenbeziehung hat viel mit Vertrauen zu tun und damit, Erwartungen nicht zu enttäuschen. Und nur wenn der Kunde sich gut informiert fühlt und mit der Leistung zufrieden ist, wird er auch künftig Bildungsveranstaltungen des Anbieters besuchen. Die erfahrene Medienwirtin und Referentin für Unternehmenskommunikation, Monika Müllmer, formuliert in ihrem mekonet Gastdossier Tipps für Qualität und Erfolg der (Medien-) Bildungsarbeit. Der Kommunikation kommt dabei eine herausragende Bedeutung zu.

Bildrechte: Monika Müllmer
Von Monika Müllmer
Bildungseinrichtungen agieren als wirtschaftliche Unternehmen und wollen Bildung als Dienstleistung verkaufen. Der Wettbewerb auf dem Bildungsmarkt ist jedoch groß und nur wenigen Einrichtungen gelingt es, sich gut zu präsentieren und von der Konkurrenz abzuheben. Wirtschaftlicher Erfolg hängt nicht nur vom Wert der Ware ab, sondern auch von kommunikativen Strategien und dem Aufbau von Vertrauen zum Kunden. Dies ist mehr denn je eine Frage gelingender Kommunikation. Gute externe Kommunikation wie etwa Werbeanzeigen, Flyer oder ähnliches können noch so viel versprechend formuliert sein. Wenn die Gestaltung von Lernsettings fehlschlägt und Kommunikation misslingt, wird das Angebot sich nicht durchsetzen. Und was für die Bewerbung des Angebotes gilt, trifft auch für das Angebot selber zu: Klare, verständliche und positive Botschaften machen Lerninhalte transparent und Lernen wahrscheinlich.
Institutionen der Medienbildung vermitteln Wissen zum kompetenten Umgang mit Medien. Übergeordnetes Ziel ist es, Kundinnen und Kunden als Lernende in ihrem Wissen zu stärken und ihnen neue Kenntnisse zu vermitteln. Als besonders hilfreich haben sich bei der Vermittlung von Wissensinhalten kommunikative „Lernsettings“ erwiesen. Dies ist in der Medienbildung nicht anders als in anderen Bildungsbereichen. Sowohl die Schaffung eines günstigen Lernklimas und Lernumfeldes als auch die didaktische Aufbereitung von Informationsmaterialien sind hierbei hilfreich. Diese Aspekte sollten sich an den gegebenen Möglichkeiten orientieren und sich an den Lernenden ausrichten. Hierfür ist es zunächst wichtig, Vertrauen aufzubauen. Missverständliche Inhalte und widersprüchliche Botschaften können das Vertrauen jedoch hemmen. Deshalb kommt in diesem Zusammenhang der Kommunikation schon beim Formulieren des Medienbildungsangebots bis hin zur Verständigung im Kurs eine herausragende Bedeutung zu.
Institutionen brauchen Strategien in ihrer Kommunikation, die sie erfolgreich zum Ziel führen. Nur wer klar und verständlich kommuniziert, erreicht seine Zielgruppen und kann überzeugen. Besonders empfehlenswert sind bildhafte Botschaften, mit denen auch komplexe Zusammenhänge verständlich gemacht werden können. Dabei gilt immer, dass die Kommunikation an der Zielgruppe ausgerichtet werden muss. Vieles, was für Mitarbeiter(innen) einer Institution selbstverständlich ist, gehört schließlich nicht zum Allgemeinwissen und muss der Zielgruppe entsprechend verständlich gemacht werden.