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Wie geht eigentlich Datenschutz? Sie weiß es.

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Dein Weg durch den Dschungel Internet

05.04.09 | Mit dem aktuellen Artikel knüpft Fileccia an seinen Gastbeitrag aus dem Januar dieses Jahres "Entgrenzte Jugend - Leben im Verzeichnis" an, in dem er die "Generation Sorglos" in den Blick nahm.

Von Marco Fileccia

Unter verschiedenen Pseudonymen meldete sich im Sommer 2008 eine 8. Klasse des Elsa-Brandström-Gymnasiums bei SchülerVZ an und erfand drei verschiedene Persönlichkeitstypen: "Normal", "schüchtern" und "sexy" präsentierte sie ihre Charaktere im beliebten Online-Portal und beobachtete, wie diese dort "ankamen". Interviews mit jüngeren MitschülerInnen sowie Gespräche mit Expertinnen und Experten über den Umgang mit persönlichen Daten im WWW ergänzten die Projektarbeit. Ergebnis ist eine Unterrichtseinheit, die Marco Fileccia, der Projektverantwortliche, über mekonet Interessierten vorstellt.

Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse sind in der Regel zwischen 13 und 14 Jahre alt und aus vielerlei Gründen (genannt sei die Entdeckung des Selbst und die Wichtigkeit der peer-group) in der „sensiblen“ Phase der Social Networks. Eine Diskussion in dieser Altersgruppe ergibt schnell, dass alle Freiheitsrechte und das Verbot der elterlichen Kontrolle selbstverständlich für sie gelten. Nachdenklich werden die Jugendlichen allerdings, wenn es um ihre jüngeren Geschwister geht. Somit formulierten wir das Ziel der Unterrichtsreihe dahingehend: Erstellung eines Info-Plakates für 10- bis 11-Jährige, das eine sicherere Nutzung von SchülerVZ ermöglicht.

Wir gingen aus von der Frage, welche Rechte jeder Einzelne besitzt (z.B. Recht auf freie Meinungsäußerung, Recht am eigenen Bild, Schutz vor Verleumdung etc. aber auch Schutz vor Diebstahl, Recht auf körperliche Unversehrtheit) und wie diese Rechte im Internet gehandhabt werden. Materialien wie Hintergrundinformationen und Arbeitsblätter dazu bietet das Klicksafe-Öffnet externen Link in neuem FensterLehrerhandbuch „Knowhow für junge User“, das auf www.klicksafe.de kostenlos zum Download steht.

Erst danach kümmerten wir uns um SchülerVZ. Ich fragte nach, wer es wie nutzt und wir erklärten uns gegenseitig die Funktionsweise, die Bereiche wie Gruppen, Profil, aber auch die Möglichkeiten zum Datenschutz. Dabei provozierte ich auch immer wieder Diskussionen auf die Frage nach dem „Warum“? Warum ist dort der ganze Name angegeben, warum offenbart man soviel von sich selbst, warum ist ein (unpassendes) Foto im Profil? Selbstverständlich versuchten wir unser neu erworbenes Wissen um die Rechte auf die Beispiele anzuwenden. So die Frage: „Darf ein Freund ein Foto von dir ohne deine Kenntnis verwenden?“ oder „Darf jemand einen blöden Kommentar als Nachricht hinterlassen?“ oder „Darfst du das Logo vom Lieblingsclub Schalke 04 veröffentlichen?“. Ich erlebe immer wieder (diese Diskussion zettele ich auch immer wieder in Vertretungsstunden an), dass Schülerinnen und Schüler hochinteressiert an diesen Fragen sind. Sie berühren ihren (Medien-) Alltag, haben eine hohe Relevanz für ihr Leben.

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