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dossier zur medienbildung

iPad-Klassen - Lehren und Lernen mit der Wunderflunder: Zum Einsatz von iPads in der Schule

23.04.12 |

Selbstverständlich sichten die Lehrer auch in den iPad-Klassen noch Schülerarbeiten, um hieraus Rückschlüsse über den Lernerfolg und für die Leistungsbewertung zu ziehen. Nur müssen sie hierzu jetzt nicht mehr kofferweise Schülerhefte mit nach Hause nehmen, sondern können ganz bequem vom heimischen Computer aus die Arbeiten online einsehen – die Dropbox macht's möglich.

Im Kunstunterricht haben die Schüler die Werke der großen Meister seit jeher bewundert. Mit den Apps "Musée du Louvre" und "Museum of Modern Art" der gleichnamigen Kunstsammlungen ist dies nun aber in einer viel größeren Vielfalt und Qualität möglich.

Im Mathematikunterricht sollen und müssen die Schüler auch weiterhin Arithmetik üben. Mit dem Web-Angebot Opens external link in new windowwww.mathe112.de lässt sich dies aber leicht viel stärker auf die individuellen Lernbedürfnisse der einzelnen Schüler abgestimmt tun als dies mit unserem Mathebuch möglich ist. Diese Liste mit Unterrichtsbeispielen ließe sich fast beliebig fortsetzen.

Ein bisschen Revolution haben wir uns jetzt aber doch auf die Fahnen geschrieben: Noch in diesem Schuljahr werden wir in unseren iPad-Klassen mit der Erstellung von Wikis beginnen.

Warum "jedem seins"? Warum kein "iPad-Sharing"?

Ein zentrales Anliegen unseres Konzepts ist es, dass die iPads personalisiert ausgegeben werden. Jeder Schüler hat also sein eigenes Gerät. Dies hat zur Konsequenz, dass nur recht wenige Schüler in den Genuss unserer iPads kommen. Hierfür gibt es technische und pädagogische Gründe.

  1. iPads und andere Tablets haben keine Benutzerverwaltung. Anders als bei Desktop-Computern oder Notebooks gibt es also recht wenige Möglichkeiten Nutzerrechte und somit auch nutzerbedingtes Fehlverhalten einzuschränken. Umso wichtiger ist es das Verhalten der Anwender nachvollziehen zu können und ggf. zu sanktionieren. Bei einem Ausleihsystem wäre das nur mit einem extrem hohem Aufwand möglich.
  2. Wir haben uns auch für die iPads entschieden, weil die Technik hier anders als bei herkömmlichen Computern binnen Sekunden genutzt werden kann. Das zeitraubende Booten des Geräts entfällt, da die Geräte im Standby gelagert werden. Der Aufwand zum Einsatz der Geräte im Unterricht soll also so gering wie möglich sein. Dieser Vorteil würde zunichte gemacht, müssten sich Lehrer und Schüler die iPads zunächst kofferweise von einer zentralen Lagerstätte ggf. über mehrere Treppen und Flure beschaffen.

Erfahrungsberichte Schüler und Lehrer

Die folgenden Äußerungen habe ich aus einer Videodokumentation für die TU Dortmund im März 2012 teilweise zusammengefasst und sprachlich bereinigt übernommen.

Schüler
D., besondere Förderbedarfe: Lernen, Sprache, Motorik
"Mein iPad hilft mir beim Lernen, weil die anderen und ich meine Texte besser lesen können."

C., besondere Förderbedarfe: Lernen, "Organisations-Legastheniker"
"Mein iPad hilft mir beim Lernen, weil ich damit besser Ordnung halten kann."

A., besonderer Förderbedarf: emotionale und soziale Entwicklung
"Mein iPad hilft mir beim Lernen, weil mir das Lernen damit mehr Spaß macht."

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