
Grafik: www.internet-beschwerdestelle.de
Die meisten Beschwerden bezogen sich auf Kinderpornografie, extreme Gewaltdarstellungen oder antidemokratische Propaganda. Gefunden wurden die Inhalte vor allem im Usenet (3018 Beschwerden) und auf Webseiten (2687 Beschwerden).
Nach Angaben des eco-Verbandes sei die Meldebereitschaft bei den Internetnutzer(inne)n um 19 Prozent gestiegen. Dies zeige, dass die Menschen für das Thema sensibilisiert sind und sich engagieren möchten, erklärte Alexandra Koch, Leiterin der Beschwerdestelle beim eco. Beschwerden, die bei der Internet-Beschwerdestelle eingehen, werden zunächst einer umfassenden juristischen Prüfung unterzogen. Verstößt der gemeldete Inhalt gegen die einschlägigen Jugendmedienschutz- oder Strafgesetze, wird der Inhalte-Anbieter direkt aufgefordert, den Inhalt zu ändern. Auch die Host-Provider können direkt kontaktiert werden, damit sie die illegalen Inhalte entfernen. Diese würden nach eco-Angaben in den meisten Fällen innerhalb weniger Stunden reagieren und die betreffenden Internetseiten löschen.
In gravierenden Fällen kann die anonymisierte Beschwerde auch direkt an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben werden. "Wir nehmen die stetig steigende Anzahl an eingehenden Beschwerden als Auftrag, um auch weiterhin gezielt gegen jugendgefährdende Inhalte in Telemedien vorzugehen", erklärt Sabine Frank, Geschäftsführerin der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter. Die Internet-Beschwerdestelle ist im internationalen Beschwerdestellen-Netzwerk INHOPE organisiert und leitet Beschwerden, die im Ausland gehostete Inhalte betreffen, an die entsprechende Partner-Hotline weiter. INHOPE hat Beschwerdestellen in 31 Ländern. Zusätzlich werden strafbare Inhalte zur Anzeige gebracht und in Fällen von Kinderpornografie das Bundeskriminalamt informiert.
Internetnutzer(innen) können insbesondere jugendmedienschutzrelevante Inhalte, die beispielsweise auf Webseiten, in E-Mails, Tauschbörsen, Chats, Newsgroups oder Foren gefunden werden anonym melden. Weitere Informationen gibt es
hier.
Quelle:
media.nrw