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Brauchen alle Kinder Handys? Sie weiß es.

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Jugendliche und Handy auf einen Blick

Mit dem Handy ist Kommunikation fast immer und überall möglich. Gerade Jugendliche nutzen dies in besonderem Maße. Dass sie sich in ihrer intensiven Handynutzung speziellen Risiken aussetzen – finanzieller, technischer oder auch rechtlicher Art – sind sich nur die Wenigsten bewusst. Mit Blick auf den Jugendmedienschutz und die Stärkung der individuellen Medienkompetenz sind Medienpädagog(inn)en daher verstärkt gefordert, Aufklärung zu betreiben und den sinnvollen Umgang mit dem Mobiltelefon zu vermitteln.


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 | (2. aktualisierte Auflage, Stand: Oktober 2009)

Jugendliche Handynutzerin

Jugendliche und Handy auf einen Blick

„Jugendliche und Handy auf einen Blick“ erläutert wichtige Gefahrenmomente, nennt Anlaufstellen und gibt Hinweise für den kreativen Einsatz von Handys in der Projektarbeit.

Verbreitung , Nutzung und Kosten

Der kommunikative Austausch nimmt einen bedeutenden Stellenwert bei Jugendlichen ein. Das hängt unter anderem mit den Entwicklungsherausforderungen in dieser Altersphase zusammen. Das Phänomen ist also nicht neu, genauso wenig, wie der Besitz eines eigenen Mobiltelefons unter Jugendlichen heutzutage noch etwas Besonderes darstellt. Laut JIM (Jugend, Information, (Multi-)Media) 2008, der Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland, besitzen inzwischen 95 Prozent ein eigenes Handy, unabhängig von Geschlecht oder Bildungshintergrund. Nur unter den 12- bis 13-Jährigen ist die Verbreitung niedriger.

Handys sind das „Konvergenzmedium“, auf dem mehr und mehr Funktionen verschmelzen. Handys mit Kamera, MP3-Player und Radio sind weit verbreitet. Die neuen „Smartphones“ können noch mehr, gerade weil sie auch internetfähig sind und der mobile Zugriff immer kostengünstiger wird. So können vier Fünftel der Jugendlichen mit dem Handy unterwegs online gehen.

Diverse Zusatzprogramme (engl. „applications“ oder kurz „apps“) verwandeln manche Mobiltelefone in eine Wasserwaage, ein Rezeptbuch für Cocktails oder ein tragbares Messgerät zur Übermittlung von Vitaldaten (etwa Puls und Körpertemperatur). Oder es wird zur tragbaren Spielkonsole. Am beliebtesten sind Strategie- oder auch „Jump‘n‘Run“-Spiele. Die Umsätze mit Handyspielen in Europa liegen zurzeit bei rund 2,4 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2012 könnten sie sich laut der Trendumfrage „Mobile Entertainment“ verdoppeln.

Auch wenn diese Anwendungen die Nutzung der Zukunft sein könnten, werden die gesteigerten Möglichkeiten aktuell nur bedingt von Jugendlichen ausgeschöpft. SMS und Telefonieren sind die beliebtesten Anwendungen (JIM 2008). Nur jede/-r zehnte greift mobil auf Online-Angebote wie Spiele, Musik oder Webseiten zu. Grund ist nicht mangelndes Interesse. Noch halten die mit den Internetanwendungen häufig verbundenen hohen Kosten Jugendliche von einer stärkeren Nutzung ab (Medienkonvergenz Report 2008). Sinken die Kosten weiter, könnte sich das ändern und der mobile Internetzugang (und die damit verbundenen Anwendungen und Dienste) auch für Jugendliche üblicher werden.


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